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 Alleinerziehende Eltern

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BeitragThema: Alleinerziehende Eltern   Fr 28 Nov 2008 - 18:57

Wir haben hier ja ne Menge Spaß im Forum.. irgendwie fehlt aber -mir persönlich- gerade auch mal der ernste Gegenpol dazu. (Ist nur meine Persönliche Meinung!!)
Klar, das Leben ist hart genug... hier wollen wir Spaß haben, ich weiß, ich weiß...

Aber ich denke, wir treffen uns hier regelmäßig virtuell - im Forum und auch im Chat... Viele von uns tragen doch ein dickes Paket mit Sorgen mit sich herum. Sei es Finanzen, Partnerschaft, Gesundheitsprobleme oder auch die "lieben Kleinen".

Ich weiß, dass hier einige von uns Kinder haben in jeden Altersstufen. Und es sind auch diverse Alleinerziehende unter uns.

Ich möchte diese Thematik - wenn Ihr wollt - einfach mal etwas in den Vordergrund schieben...

Wie geht es euch, welche Probleme tauchen in Eurem Alltag auf? Wie ist es mit dem anderen Elternteil? Gibt es neue Partner? Gibt es Hilfen, wenn ja , wo?


Lasst die Thematik mal etwas sacken, danach würde ich mich freuen, von euch zu lesen ... und auch ich werde mich in den nächsten Tagen ausführlicher dazu äußern als Selbstbetroffene.

Viele Grüße
Eure Sonja
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BeitragThema: Re: Alleinerziehende Eltern   Fr 28 Nov 2008 - 19:09

hey Sonja,

das ist n edeler Gedanke den du da hegst, sich über ernste & private Dinge auszutauschen!
Es stimmt schon, viel ist nur Klamauk hier...was uns so´n bissel aus dem Alltagsfrust herausholt.
Aber das macht es ja auch wieder sympathisch Very Happy

Ich habe ganz ehrlich Bedenken, mich hier zu privat auszutauschen, denn nicht nur ihr, die ihr mir ja teilweise bekannt seid, können die Beiträge lesen, sondern auch völlig fremde und unbeteiligte.
Da sind mir sachen wie z.B. Partnerschaft, Erziehung & Kinder, Finanznöte etc.., usw... alle viel zu privat oder intim !

Also liefe es darauf hinaus, das eine gewisse Oberflächlichkeit erhalten bliebe, damit man nicht allerwelt seine Privatsphäre preisgibt...

oder täusch ich mich da ???

LG, euer Sleazer rock
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BeitragThema: Re: Alleinerziehende Eltern   Fr 28 Nov 2008 - 22:04

Zitat :
Ich habe ganz ehrlich Bedenken, mich hier zu privat auszutauschen, denn nicht nur ihr, die ihr mir ja teilweise bekannt seid, können die Beiträge lesen, sondern auch völlig fremde und unbeteiligte.

Das sehe ich ein wenig anders, Stefan... zum einen können die Beiträge nur die Mitglieder im Forum lesen, zum anderen hatten wir in der nahen "Vergangenheit" schon diverse "ernstere" Themen!
Das heißt nicht, dass du dich hier nun völlig "outen" musst, das mache ich auch nicht, auf gar keinen Fall!
Vielmehr meint Sonja wohl nur, dass man auch ehrlich über wichtige Themen diskutieren kann, ohne jetzt die intimsten Dinge Preis geben zu müssen.
Aber natürlich sollen auch die "fun-Themen" nicht zu kurz kommen... dieses Forum soll schließlich dazu beitragen, dass es eine kleine Bereicherung in unserem Alltag darstellt, ganz klar! Very Happy
Vielmehr geht es um "allgemeine statements", die wir- sprich die Paranoiden - vertreten.
Ich werde in Kürze noch etwas zu dem Thema "Kinder/Erziehung" schreiben Sonja, sobald ich wieder ein wenig mehr Zeit finde ! ;-)
Vielen Dank für deinen Beitrag...
Prost

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BeitragThema: Mal aus meiner persönlichen Sicht   Sa 29 Nov 2008 - 13:50

Ja, ich bin alleinerziehend. Es hat Vor- und Nachteile.
Auf der einen Seite redet mir niemand in die Erziehung rein, was das ganze vereinfacht.
Zum anderen ist es unmöglich den Part des männlichen *Parts* zu übernehmen.
Es fängt bei den Handwerklichen/Technischen Dingen an, die zum Beispiel meinen Sohn interessieren (ich bin da nun wirklich nicht unbedarft, aber alles kann ich eben auch nicht weitergeben) zum anderen (und was natürlich der obigen Aussage total widerspricht) wäre es manchmal doch schön, wenn man sich nicht ständig vierteilen müsste. Sei es, wenn es um schulische Dinge geht, sei es, dass man für den täglichen Unterhalt arbeiten muss usw.
Zumal ich zwei Kids habe, und eines davon nicht ganz unproblematisch ist (Asperger Autist).
Manchmal fällt man abends in ein tiefes Loch und fragt sich: Warum gerade ich?
Aber alles im Leben hat seine Gründe, denke ich.

Das war mal ein kleiner Umriss, vielleicht schreib ich im Laufe der (hoffentlich regen Diskussion) noch mehr dazu.
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BeitragThema: Re: Alleinerziehende Eltern   Sa 29 Nov 2008 - 14:43

Moin Pedy,

danke für Deine Ausführungen!

Ich kenne diese Zerrissenheit nur zu gut.
Ich habe ebenfalls 2 Kinder, wobei die 13-jährige Tochter bei der Freundin meines Exmannes lebt und der 16-jährige Sohn bei mir.
Sohnemann ist als sog. ADS - Kind u. Legastheniker manchmal recht schwierig. Wobei momentan die Pubertät das Schlimmste ist.

Mein Exmann, naja. Der gibt sich in letzter Zeit zumindest ja Mühe, nicht ständig gegen mich zu arbeiten in Erziehungsdingen, aber im Grunde stehe ich doch im Alltag recht allein da. Olli wohnt ja in Lübeck, nicht bei uns in Kiel - so dass ich von der Seite zwar seelische Unterstützung bekomme. Manchmal möchte ich aber einfach sagen können "Mach du mal".

Und dieses Hin- u. Hergerissensein zwischen dem Vollzeitjob und dem schlechten Gewissen, dass ich mich nicht genug um die Hausaufgaben usw. kümmern kann nachmittags, weil ich ja erst um 17 Uhr zuhause bin.
Mein Ex haut da momentan genau in diese Kerbe rein... ich würde den Sohn vernachlässigen usw. Ich müsste mich mehr kümmern...

Ich habe jetzt erstmal wieder einen Termin mit der Kieler Erziehungsberatung gemacht am Montag nachmittag. Die zuständige Frau dort ist sehr kompetent und betreut unsere Familie schon seit Jahren.


@Stefan
du brauchst ja gar keinen Seelenstriptease zu machen, gar nicht notwendig. Es geht ja auch um "Alltagssorgen", ich schrieb ja "Wie geht es euch, welche Probleme tauchen in Eurem Alltag auf? Wie ist es mit dem anderen Elternteil? Gibt es neue Partner? Gibt es Hilfen, wenn ja , wo?"

Ich denke, da können wir auch allgemein gehalten drüber reden, ohne die intimsten Dinge preiszugeben :-)
Siehe doch mal die Beiträge von pedy oder mir. Das ist aber auch jedem selbst überlassen, ob er sich äußern möchte- es ist lediglich ein Angebot.

Im übrigen können hier nur eingeschriebene Mitglieder lesen, von außen können die Beiträge nciht gelesen werden!

LG
Sonja
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BeitragThema: Re: Alleinerziehende Eltern   Sa 29 Nov 2008 - 17:59

Zum Glück konnte und durfte ich die meiste Zeit (bis zur Trennung vor einigen Jahren) bei der Kindererziehung mitwirken.
Und richtig... ganz egal wie eine Mutter sich auch anstrengt, sie kann den männlichen Part in der Regel nicht komplett ersetzen. (Kann nur jedem alleinerziehenden Elternteil großen Respekt zollen)
Wie sehr sich das dann auf das Kind auswirkt, ist natürlich individuell.
Komischerweise hat und hatte gerade meine Tochter einen sehr engen Bezug zu mir, während mein Sohn schon recht früh selbstständig war und (erfolgreich) versucht hat eigene Wege zu gehen.
Die Liebe zwischen meinen Kindern und mir ist immer noch sehr intensiv, egal ob Sohnemann, oder Töchterchen.
Bei uns sah es so aus, dass ich mehr für die technischen Dinge (obwohl ich ein sehr mäßiger Handwerker bin *schäm*) und die Hausaufgaben zuständig war, während meine Ehemalige sich mehr um die alltäglichen Dinge gekümmert hat.
Wie z.B. der Koordinierung des Haushalts usw.
Für die Streicheleinheiten waren dann wieder beide zuständig. *g*
Im übrigen... egal wie es damals um die Beziehung stand, in der Erziehung und in "Rat und Tat" waren (und sind wir uns immer noch) einig. Ich denke, dies ist mit eine der wichtigsten Voraussetzungen in der gemeinsamen Erziehung der Kinder. (auch nach einer Trennung)
Und Fehler macht jedes Elternteil mal, das ist klar und auch menschlich.

Mittlerweile hat meine Tochter eine eigene Wohnung und ihre Ausbildung längst abgeschlossen (sie ist 22), während mein Sohn (er ist 17) mitten in der Ausbildung steckt und noch Zuhause bei meiner "Ex" (ich mag diesen Ausdruck nicht *grummel*) wohnt.
Ich bin "saufroh", dass beide trotz Trennung der Eltern auf den richtigen Weg sind und eine Zukunft haben, was gerade in der heutigen Zeit ganz und gar nicht selbstverständlich ist.
Hoffe, es wird auch so bleiben! (*3 mal auf Holz klopft*)

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BeitragThema: Zum Thema *Ehemalige(r)*   Sa 29 Nov 2008 - 20:03

Dazu kann ich nur sagen, dass es mittlerweile (seit etwa einem Jahr) auf die Distanz wieder besser funktioniert. Wir haben das gemeinsame Sorgerecht, und egal was zwischen uns Eltern vorgefallen ist, ich habe darauf bestanden. Und auch darauf, dass er sich im Rahmen der Möglichkeiten um die Kinder kümmert. Soll heißen: regelmässige Telefonate, Aufenthalt der Kinder während der Ferien bei ihm, gemeinsame Absprache was z.b. die Schule angeht. Das beinhaltet auch, dass er alle Informationen bekommt. Sei es darüber wie mein Sohn im Lernprojekt gefördert wird--eine Maßnahme, die ich über das Jugendamt angeleiert habe, damit er sich besser organisieren lernt etc.--. Sei es über Absprachen mit Lehrern und sonstigen Betreuern. Auch ganz alltägliche Probleme und Problemchen mit den Kindern werden besprochen und wenn es sein muß, werden gemeinsam Konsequenzen für die Kinder ausgemacht, die auch für den Aufenthalt bei ihm für die Kinder gelten. Ich finde das sehr wichtig, weil so die Kids merken, dass sie uns nicht gegeneinander ausspielen können und das wir uns, wenigstens was sie betrifft, einig sind.
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BeitragThema: Re: Alleinerziehende Eltern   Mo 1 Dez 2008 - 0:56

Zitat :
Ich finde das sehr wichtig, weil so die Kids merken, dass sie uns nicht gegeneinander ausspielen können und das wir uns, wenigstens was sie betrifft, einig sind.

Jepp, das meinte ich. Die Kinder merken sehr schnell, wann sie ihre beiden Elternteile ausspielen können, um für sich möglichst viel zu erreichen.

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BeitragThema: Re: Alleinerziehende Eltern   Mo 1 Dez 2008 - 1:59

au weija.......wenn ich das so lese...da blüht mir ja noch was in der Zukunft!
Hoffe das klappt dann auch alles wie ich mir wünsche !!?
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BeitragThema: Re: Alleinerziehende Eltern   Mo 1 Dez 2008 - 9:13

Hallo Sonja!

Ich finde die Idee mit diesem Beitrag super. Die meisten kennen uns ja schon etwas näher, aber ich denke, dass auch ich meinen Teil hierzu beitragen kann.

Alleinerziehend bin ich nicht, aber auch unser Leben gestaltet sich immer wieder sehr schwer. Mein Freund studierte Architektur und hat im Sommer seinen Master gemacht. Nun versucht er in einem Büro eine Anstellung zu finden, was in der heutigen Zeit wirklich sehr sehr schwer ist. Aber ich denke, dass wissen die meisten von euch. Also kam uns der Gedanke der Selbstständigkeit und nun versucht er sich als Freiberufler. Ich wünsche mir so sehr, dass es alles klappt wie er es sich vorstellt. Neben dem Thema Jobsuche gibt es ja auch Stephan und Lea. Stephan mit seiner Behinderung braucht seine individuelle Förderung und unsere 2 ½ jährige Tochter fährt die Schiene der Hochbegabung. Sie ist in der Entwicklung gut 2 Jahre weiter. Auch das muss man als Eltern erste einmal richtig gefördert bekommen. Somit haben wir zwei Kinder die eine individuelle Förderung brauchen, um im Leben voran zukommen. Das gestaltet sich sehr oft als sehr schwierig, aber wir halten in unsere Partnerschaft zusammen und stärken uns gegenseitig, somit muss keines der Kinder zurück stecken und beide bekommen das was sie brauchen. Doch leider belastet uns im Moment ein viel größeres Problem, was wir versuchen zu lösen. Denn zu unseren Alltag gehört der ständige Kampf mit Behörden und Ämter. Zurzeit versuchen wir für Stephan die Schülerbeförderung durchzukämpfen. Da wir den Schulwechsel privat gemacht haben (was man auch darf), möchte das Schulamt die Beförderung nicht zahlen. Das heißt für uns pro Tag ca. 40 Euro Fahrkosten für Stephan. Zum Glück hat uns die Schule weitergeholfen und wir haben das Anliegen bis Sommer 09 mit den Kosten erst einmal geklärt. Dadurch haben wir auch mehr Zeit jegliche Anträge beim Schulamt neu zustellen, um die Kosten bezahlt zu bekommen. Traurig an der ganzen Geschichte ist nur, dass man es auf dem Rücken eines schwerstmehrfach behinderten Kindes austrägt … hier geht es nicht um das Wohl von Stephan, was wir in der alten Schule in Gefahr sahen, sondern hier geht es um Macht. Aber da haben sich die Behörden einfach mal ein falsches Opfer ausgesucht, denn wir kämpfen bis zum Schluss … es ist nicht für uns, sondern für Stephan und er kann nicht für sich kämpfen.

Das war es einwenig von mir.
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BeitragThema: Hallo Bianca   Di 2 Dez 2008 - 8:51

Ich habe jetzt viel über Euch gelesen, und erst mal: RESPEKT!
Zum Thema Kostenübernahme durch Jugendämter etc....
Ich habe selbst einen Jungen mit Asperger Autismus, Hand in Hand gehend mit AD(H)S und Hochbegabung, und auch mein Töchterchen ist ein HBchen. Sohnemann geht mittlerweile auf eine Privatschule, die ich selbst bezahle. Lediglich das Lernprojekt wird vom Jugendamt übernommen.
Es ist unglaublich, wie sehr man zum Wohle und zur Förderung der Kinder mit den Institutionen kämpfen muss. Ich komme mir manchmal vor wie Don Quichotte. Da werden Kompetenzen hin und hergeschoben ohne Ende und es vergeht immer wieder wertvolle Zeit, in der man längst wieder hätte handeln können.
Ich schieb dir einfach mal nen ganzen Haufen Kraft und Mut rüber. Den brauchen wir im täglichen Kampf für unsere Kiddys. (ich weiß manchmal nicht, wo ich die noch immer herhole)
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